04.04.2019 10:29
von Petra Basler
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Der neue ASG OWL Vorstand mit Gästen. V. li. Christina Weng (MdL), Waldemar Radtke (Vorsitzender ASG NRW), Angela Lück (MdL) und die Vorstandsmitglieder Steffen Sander, Volker Mellies, Marion Herzog und Tim Meister

In der SPD Region OWL hat sich die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG OWL)  gegründet. „Die ASG ist mit über 100 Jahren die älteste Arbeitsgemeinschaft in der SPD“, erklärte der ASG-Landesvorsitzende Waldemar Radtke, der sichtlich erfreut war, dass die Arbeitsgemeinschaft künftig auch in Ostwestfalen-Lippe aktiv sein wird. In seinem Grußwort ging Radtke auf die vielfältigen Probleme im deutschen Gesundheitswesen ein. „Sehr deutlich sind die Unterschiede je nach sozialem Status der Patienten. Es werden mehr Mittel dafür verwendet gesunde Menschen gesünder zu machen, als Kranke weniger krank. Es gibt genug Experten, nur sind sie nicht dort wo der größte Bedarf ist. Es gibt ein riesiges Spannungsfeld zwischen der Medizin und der Ökonomie“, erklärte der ASG-Landesvorsitzende auf der Gründungsversammlung zu der die SPD regionalweit eingeladen hatte.

Volker Mellies ist als frisch gewählter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft nun in der Verantwortung die gesundheitspolitische Diskussion in der SPD-Region OWL anzukurbeln und zu koordinieren. Unterstützt wird der Krankenpfleger aus Bad Oeynhausener dabei von  Marion Herzog (GT), Steffen Sander (PB), Tim Meister (HF) sowie 12 Beisitzerinnen und Beisitzern aus der Region OWL. Ob als Ärzte, Kranken- und Altenpfleger/innen oder Angestellte einer Krankenversicherung, die Vorstandsmitglieder bringen eine Menge berufliche Erfahrung mit, die sie nun auch in ihre politische ehrenamtliche Arbeit einbringen.

„Wir wollen uns in einer Region, in der Gesundheit und Pflege eine der größten Branchen ist, einmischen. Über 100.000 Menschen, also rund 15 % der Gesamtbeschäftigten in OWL arbeiten im Bereich des Gesundheitswesens. Wir wollen uns für eine verlässliche Gesundheitspolitik ohne Zweiklassenmedizin für alle einsetzen, ohne Zugangshürden, ohne Diskriminierung im Wartezimmer, alles gerecht und auskömmlich finanziert“, umschreibt Volker Mellies sein Engagement. Aber auch die Arbeitsbedingungen in den Gesundheitsberufen müssen verbessert werden. Grundvoraussetzung dafür sei eine gute Ausbildung und ausreichend Personal auch in den Pflegeberufen.

„Es gibt in der Gesundheitspolitik sehr viele und vielfältige Arbeitsbereiche die wir nun angehen wollen.  Mit der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen bietet wir nun auch in OWL Raum zur Mitarbeit und Einflussnahme, dabei sind uns neben den SPD-Mitgliedern ebenfalls Gäste ohne Parteibuch herzlich willkommen“, lädt Volker Mellies  zur Teilnahme ein. Wer sich in den Mailverteiler der ASG OWL eintragen lassen möchte, kann dafür eine Email an volker.mellies@mail.de senden.

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